
Auf unserer Terminseite haben wir viele tolle Veranstaltungen zusammengetragen. Stöbern Sie durch und lassen Sie sich inspirieren!

Vortrag und Exkursion "Biotopverbund-Planung in Blaustein" ab 17:30 Uhr im Naturfreunde-Haus "Spatzennest" bei Weidach

Unser Familien-nachmittag im Juni dreht sich um den Biber. Mehr Infos und Anmeldung hier!

Unser Familien-nachmittag im August dreht sich um die Fledermaus. Mehr Infos und Anmeldung hier!
Wir setzen uns im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm und in vielen angrenzenden Gemeinden für die Belange des Natur- und Umweltschutzes ein.
Auf unserer Website finden Interessierte Informationen zu unseren Veranstaltungen, Projekten und Möglichkeiten, wie sie sich aktiv an unserer Arbeit beteiligen können.
Fotos: NABU / Wiltrud Spiecker
Bei Interesse bitte melden bei [email protected], wir melden uns umgehend zurück!
Die Ergebnisse der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ zeigen für Ulm ein gemischtes Bild. Insgesamt beteiligten sich 84 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde an der bundesweiten Mitmachaktion und beobachteten Vögel in 48 Gärten. Damit lagen sowohl die Zahl der Teilnehmenden (2025: 87) als auch die Zahl der erfassten Gärten (2025: 49) leicht unter dem Vorjahresniveau.
Insgesamt wurden 1.163 Vögel gezählt. Im Vorjahr waren es noch 1.190 Individuen.
Der Haussperling verteidigt weiterhin den ersten Platz der häufigsten Gartenvögel in Ulm. Mit 189 gezählten Exemplaren wurde er in gut 71 Prozent der Gärten beobachtet. Gegenüber dem Vorjahr ist dies jedoch ein deutlicher Rückgang: 2025 wurden noch 286 Haussperlinge gezählt. Das entspricht einem Minus von 33 Prozent.
Auf Platz zwei folgt die Amsel mit 154 beobachteten Individuen. Besonders bemerkenswert: Die Art wurde in allen erfassten Gärten nachgewiesen. Dennoch ging auch ihr Bestand im Vergleich zum Vorjahr zurück. 2025 wurden noch 174 Amseln gezählt, was einem Rückgang von rund 10 Prozent entspricht.
Die Kohlmeise belegt mit 101 gezählten Exemplaren den dritten Platz. Sie wurde in mehr als 83 Prozent der Gärten beobachtet und gehört damit weiterhin zu den am weitesten verbreiteten Arten in Ulm. Im Vorjahr wurden 108 Individuen registriert, sodass sich ein leichter Rückgang von etwa fünf Prozent ergibt
Eine Veränderung gibt es auf den Plätzen vier und fünf: Die Blaumeise verbessert sich auf Rang vier. Mit 78 beobachteten Exemplaren wurde sie in knapp 69 Prozent der Gärten nachgewiesen. Im Vorjahr waren es noch 72 Individuen in gut 61 Prozent der Gärten.
Der Mauersegler, der 2025 noch Rang vier belegte, fällt auf Platz fünf zurück. Mit 75 gezählten Exemplaren wurde er in 25 Prozent der Gärten beobachtet. Im Vergleich zum Vorjahr (101 Individuen in knapp 29 Prozent der Gärten) entspricht dies einem Rückgang von rund 25 Prozent.
Für eine Überraschung sorgte die Schwanzmeise. Während 2025 lediglich ein Exemplar in zwei Prozent der Gärten gemeldet wurde, konnten in diesem Jahr elf Individuen in gut sechs Prozent der Gärten beobachtet werden. Damit verzeichnet die Art mit einem Plus von 1.024 Prozent den größten prozentualen Zuwachs aller erfassten Vogelarten.
Sorgen bereitet die Entwicklung der Türkentaube. Ihre Beobachtungszahlen haben sich innerhalb eines Jahres halbiert. Wurden 2025 noch 36 Individuen in knapp 29 Prozent der Gärten gezählt, waren es 2026 nur noch 18 Individuen in knapp 23 Prozent der Gärten.
Der NABU Ulm / Neu-Ulm bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der „Stunde der Gartenvögel“ 2026. Die gesammelten Daten leisten einen wichtigen Beitrag zur Beobachtung langfristiger Bestandsentwicklungen unserer heimischen Vogelwelt und helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Jede Meldung trägt dazu bei, den Schutz unserer Gartenvögel und ihrer Lebensräume zu verbessern.
In Vorbereitung des zweiten Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) hat der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) eine Mitmachbörse freigeschaltet auf der man sich online für die Mitarbeit an diesem Projekt bewerben kann. Weitere Informationen gibt es auf der ADEBAR-Webseite.
In diesem Zusammenhang hier ein Aufruf zur Erfassung von Schwalben- und Mauersegler-Niststätten im Ulmer Süden, Messtischblatt 7625 Quadrant 2, s. angefügte PDF.
Das Gebiet umfasst Söflingen bis zur Blau und einen Teil der Innenstadt, Grimmelfingen, das Industriegebiet Donautal und den Großteil von Wiblingen.
Unsere Mitglieder Christoph Öhm-Kühnle und Andreas F. Kahrs werden für ADEBAR das Gebiet begehen und alle Vogelarten und -reviere kartieren, die sie dort entdecken.
Schwalben und Mauersegler sind besonders schwierig. Sie sind leicht zu beobachten, aber die Brutstätten oft schwer zu finden. Da sie in Siedlungen vorkommen und ihre Nester den Bewohnern oft bekannt sind, wären die Kartierer dankbar, wenn ihnen Brutstätten aus den vergangenen Jahren gemeldet werden könnten. Dann könnten sie diese Stellen direkt aufsuchen und nachschauen, ob die Vögel sie im Sommer wieder beziehen oder nicht. Das würde ihnen viel Zeit sparen.
Sie als naturinteressierte NABU-Mitglieder und -Freund/innen haben wahrscheinlich die besten Kenntnisse über die Vogelwelt rund um Ihre Wohnanlage. Bitte senden Sie Hinweise auf Schwalben- und Mauersegler-Brutplätze an
Wir schauen dann nach.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Öhm-Kühne
Andreas Kahrs
Wiltrud Spiecker
NABU Ulm/Neu-Ulm
Das Usutu-Virus verursacht bei Amseln eine tödliche Erkrankung. Äußere Symptome sind nicht eindeutig, wie Mattigkeit, struppiges Gefieder, oft kahle Stellen am Kopf. Der NABU-Bundesverband bittet die Bevölkerung um Mithilfe, erkrankte oder verendete Vögel über ein Online-Formular zu melden und tote Tiere zur Untersuchung an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg oder Veterinär-Untersuchungsämtern zu senden. Unter folgendem Link können Beobachtungen toter Vögel gemeldet werden. Dort gibt es auch eine Anleitung zum Verschicken toter Tiere. Diese Meldungen helfen das Ausbruchsgebiet einzugrenzen.
Weitere Informationen zum Usutu-Virus finden Sie unter diesem Link.
Frühling und Sommer sind die Jahreszeiten, zu denen Jungtiere in Not geraten können. Wenden Sie sich bei Jungvögeln z.B. an
Wegen größerer Vögel (Tauben, Rabenvögel, Enten ...) bitte beim Tierheim anrufen: 0731-979231-50 (Zentrale) bzw. -54 (Kleintiere), auch am Wochenende; bei Tauben auch die AG Stadttauben Ulm, www.stadttaubenulm.de. Überregional können Sie sich an das NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen wenden, Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr, Tel. 07473 1022
Sehr hilfreich sind auch die Seiten der Wildvogelhilfe: https://wp.wildvogelhilfe.org/vogelwissen/die-aufzucht/jungvogel-gefunden-was-ist-zu-tun/
Bei Kleinsäugern wie Eichhörnchen, Igel oder Siebenschläfern:
Bitte nicht per E-Mail! Notfälle sind zu eilig!
Alle Genannten sind ehrenamtlich tätig und können nicht immer Hilfe zusagen!
Haben Sie überregionale Fragen rund um die Natur? Dann erreichen Sie den NABU zentral über die Naturtelefonnummer: 030 28 49 84
60 00, Mo-Fr von 9:00 bis 16:00 Uhr.